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Kleines Bergdorf im Wallis (Schweiz)
Kapelle von Engersch
Die Kapelle von Engersch wird erstmals bei der Visitaz im Jahre 1754 erwähnt. Bei dieser Visitaz wird der
Pfarrer der Pfarrei Erschmatt-Bratsch-Niedergampel verpflichtet, alljährlich am St. Laurentiusfest (10. August)
eine Messe zu lesen (in einer späteren Visitaz abgemildert: um das Fest des St. Laurentius herum). Deshalb
hat sich die falsche Meinung herausgebildet, St. Laurenz sei der Kapellenpatron.
In Wahrheit aber ist die Kapelle wie so viele im Wallis dem Walliser Schutzpatron Theodul (Joder) geweiht. 
Bischof Theodul (erster Bischof von Sitten, 4. Jh.) steht denn auch in der Mitte des kleinen Barockaltars, wie oft
mit dem Schwert in der Rechten, da dem Bischof von Sitten auch die weltliche Macht übertragen war. Zu seiner
Rechten die hl. Katharina (?) mit dem Schwert in der rechten Hand und in der linken die Siegespalme, zu
seiner Linke die hl. Barbara (?) mit dem Kelch in der rechten Hand (Siegespalme in der Linken verschwunden).
Im oberen Altarteil steht in der Mitte die hl. Apollonia oder Agatha (?) mit dem Marterwerkzeug der Zange.
Weitere Fotos von dieser Kapelle und von andern Oberwalliser Kapellen, von Jean-Louis Pitteloud, finden sich